Dein Warenkorb ist leer
Entdecke natürliche Bienenprodukte für deine tägliche Routine.

Jeden Morgen ein Teelöffel Blütenpollen und Propolis: So hat mein Tag als Kind angefangen. Viele von Euch kennen die Geschichte schon. Mein Opa war Imker, und bei uns zu Hause drehte sich vieles um Bienen. Heute arbeiten wir bei bedrop jeden Tag mit dem, was sie herstellen. Nur eins hatten wir all die Jahre nicht: einen eigenen Bienenstock. Ausgerechnet wir.
Das hat sich jetzt geändert. Seit Kurzem stehen vier Tech-Bienenstöcke mit unserem Logo in der Basilicata, ganz im Süden Italiens. Rund 240.000 Bienen leben darin, unsere neuen Mitarbeiter sozusagen. Und Du kannst ab sofort live mitverfolgen, wie es ihnen geht. Ich glaube, mein Opa hätte sich darüber ziemlich gefreut.
In diesem Blog erzähle ich Dir, wie es dazu kam. Du lernst Giuseppe kennen, unseren Imker in Italien. Und ich zeige Dir, was Du auf der Live-Seite alles entdecken kannst. Ganz am Ende wartet dann noch mein Interview mit Giuseppe auf Dich.
Wer uns schon länger begleitet, weiß, dass Bienenschutz für uns kein Nebenthema ist. Im September 2024 haben wir gemeinsam mit unserer Honeybee Community und unserem Partner Artenglück unsere Blühwiese in Dossenheim angelegt: 5.000 Quadratmeter, ausgesät auf einer ungenutzten Ackerfläche. Im Mai 2025 haben wir dann gemeinsam mit Bee friendly ein Bienenhotel auf der Wiese aufgestellt. Dort finden Wildbienen seitdem ein geschütztes Zuhause.
Blühwiese und Bienenhotel sind für Wildbienen und andere Insekten da. Mit den Tech-Bienenstöcken in Italien kommen jetzt zum ersten Mal Honigbienen dazu, also genau die Bienen, denen wir unsere Produkte verdanken.
Möglich gemacht hat das 3Bee. Das Nature-Tech-Unternehmen aus Italien hat sich darauf spezialisiert, Biodiversität zu überwachen und zu regenerieren. Dafür nutzt 3Bee eigene Sensoren, Satellitendaten und künstliche Intelligenz. Die Tech-Bienenstöcke sind eines dieser Werkzeuge. In jedem von ihnen stecken Sensoren, die rund um die Uhr Gewicht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und das Summen des Volkes messen. Mit den Daten arbeiten übrigens auch Universitäten und Forschungszentren, um mehr über Bienen und ihre Umwelt herauszufinden.
Über 400 Unternehmen arbeiten schon mit 3Bee zusammen, darunter Ferrero, Toyota und DHL. Jetzt sind auch wir dabei und haben gleich vier Tech-Bienenstöcke adoptiert, und zwar für die nächsten zwei Jahre. Die bleiben dabei, wo sie hingehören: in ihrer gewohnten Umgebung, bei einem erfahrenen Imker, der sich wirklich um sie kümmert.
Honigbienen sind bei ihren Imkern in guten Händen. Die kümmern sich jeden Tag um sie. Bei einer Adoption geht es deshalb zum einen darum, Imker vor Ort zu unterstützen. Zum anderen ist jeder Tech-Bienenstock auch eine kleine Messstation für die Natur. Bienen fliegen auf ihrer Futtersuche ein großes Gebiet rund um den Stock ab. Die Sensordaten zeigen deshalb, wie es dem Volk geht. Und sie verraten gleichzeitig viel über den Zustand der Natur in der ganzen Umgebung. So wird aus einer Adoption ein echtes Biodiversitätsprojekt. Genau das hat uns überzeugt: Wir wollten einem Imker wie Giuseppe den Rücken stärken und dabei selbst noch eine Menge über Bienen lernen. Und ehrlich gesagt auch einfach näher dran sein an den Tieren, denen wir so viel verdanken.

Unsere Tech-Bienenstöcke stehen bei Giuseppe Spinelli. Er ist Bio-Imker in der Basilicata. Viele kennen die Region nicht einmal vom Namen her. Dabei gehört sie zu den wildesten und ursprünglichsten Ecken Italiens: viel Bergland, viel Wald und kaum Industrie. Dazu kommt eine Pflanzenwelt, die übers Jahr immer wieder anders blüht.

Giuseppe führt seinen Betrieb nach regenerativen Prinzipien und ist mit seinen Völkern viel unterwegs. Blüht irgendwo die Kastanie, bringt er seine Stöcke dorthin. Ist die Blüte vorbei, zieht er weiter zur nächsten. Wanderimkerei nennt man das, und sie macht eine Menge Arbeit. Dafür schmeckt jeder Honig auch wirklich nach seiner Blüte.
Zu seinen Sorten gehören unter anderem Kastanie, Eukalyptus, Koriander und Sulla. Von Sulla hatten wir vorher ehrlich gesagt noch nie gehört. Das ist eine Kleeart aus Süditalien, aus der ein heller, sehr milder Honig entsteht. Kastanienhonig ist das genaue Gegenteil: dunkel, kräftig und leicht herb.
Technik und Natur, das passt für viele erst mal nicht zusammen. Meistens hört man ja eher, dass Technologie uns von der Natur entfernt und mehr kaputt macht als hilft. Bei Giuseppe ist es genau andersherum. Er hat uns erzählt, wie sehr der Klimawandel seine Arbeit verändert hat. Die Blütezeiten sind kaum noch vorhersehbar: Sie beginnen früher, verschieben sich nach hinten oder sind kürzer und dafür intensiver. Die Sensoren von 3Bee helfen ihm, trotzdem den Überblick zu behalten.
„Wir greifen genau dann ein, wenn es notwendig ist, anstatt jeden Tag die Bienenstöcke zu öffnen, nur um nachzusehen, was gerade passiert.“
– Giuseppe Spinelli
Die Daten zeigen ihm auf einen Blick, was im Stock los ist. Tragen die Bienen gerade Nektar ein? Brauchen sie zusätzliches Futter? Ist vielleicht ein Schwarm abgegangen? Der Imker bleibt also der Imker. Die Technik sorgt nur dafür, dass er seine Bienen mehr Ruhe lassen kann. So sieht sinnvolle Technologie aus.
Uns war ziemlich schnell klar, dass er zu uns passt. Giuseppe ist Handwerker durch und durch und hat nie Eile. So arbeiten wir auch am liebsten. Er kennt jedes seiner Völker und weiß genau, wann sie wohin müssen.
Unsere Bienen nur vom Bildschirm zu kennen, hat uns nicht gereicht. Also bin ich in die Basilicata gefahren und habe Giuseppe besucht. Mit dabei war auch Davide von 3Bee. Dort durfte ich unsere Honigbienen ganz aus der Nähe erleben. Und ich konnte Giuseppe endlich alles fragen, was mir unter den Nägeln brannte. Warum ist er Imker geworden? Wie verändert der Klimawandel seine Arbeit? Und was bringen ihm die Sensoren im Alltag wirklich? Seine Antworten siehst Du im Interview-Video ganz am Ende dieses Blogs.
Neben dem Interview haben wir Giuseppe bei der Arbeit über die Schulter geschaut und ziemlich viel gefilmt. Daraus entstehen gerade noch mehr Videos für unsere Kanäle. Wenn Du uns auf Instagram folgst, verpasst Du keins davon.
Auf unserer Oase-Seite laufen die Daten aus allen vier Tech-Bienenstöcken zusammen. Auf den ersten Blick siehst Du dort vor allem Zahlen und Kurven. Dabei erzählen sie ziemlich viel über das Leben im Stock. Man muss nur wissen, worauf man achtet.
Klicke hier auf den Link um die Bienenstöcke live mitzuverfolgen
Ich gebe es zu: Seit die Seite online ist, schaue ich fast jeden Morgen drauf.

Bienenprodukte sind unser Alltag. Die Bienen selbst waren trotzdem oft ein Stück weit weg, irgendwo hinter Lieferketten und Rohstoffen. Mit Giuseppe und den vier Tech-Bienenstöcken ist das anders geworden. Ich freue mich, wenn das Gewicht steigt, und frage mich, was dort unten gerade blüht. Für mich schließt sich damit auch ein kleiner Kreis, zurück zu den Bienen meines Opas.
Blühwiese, Bienenhotel und jetzt unsere eigenen Tech-Bienenstöcke: Ein bisschen stolz bin ich schon, wie das über die Jahre gewachsen ist. Und ich habe das Gefühl, dass es nicht das letzte Kapitel war.
Und das Schöne ist: Bienenschutz fängt nicht erst bei eigenen Bienenstöcken an. Davide von 3Bee hat mir beim Besuch einen Tipp mitgegeben, den ich gern an Dich weitergebe. Schon ein paar Blumen auf dem Balkon helfen Bienen und anderen Bestäubern weiter. Genauso ein kleiner Rückzugsort oder ein Stück Wiese, das Du seltener mähst. Was für viele einfach nach hohem Gras aussieht, ist für Insekten Nistplatz, Rückzugsort und Nahrungsquelle zugleich.
Im Video hier unten nehme ich Dich mit zu Giuseppe in die Basilicata. Giuseppe erzählt, wie er zu den Bienen gekommen ist, was er an seiner Arbeit liebt und warum kein Bienenjahr wie das andere ist. Er verrät auch, wie ihm die Sensoren von 3Bee helfen, seine Völker möglichst in Ruhe zu lassen. Und Davide räumt mit ein paar Mythen über Bienen auf, die sich hartnäckig halten.
Du willst wissen, wie es unseren Bienen heute geht?
Hier kannst Du ihre Werte live mitverfolgen.